CHOLESTERIN- VIEL BESSER ALS SEIN RUF!

Florian Fischer Ernährung, Gesundheit, Heilpraktiker, Stress

LDL Cholesetrin – besser als sein Ruf!
Cholesterin ist im Alltag meist negativ behaftet und viele Menschen streben danach es zu vermeiden oder den eigenen Cholesterinspiegel zu senken. Dabei sind viele der Aufgaben von Cholesetrin im Körper sehr vielseitig und alles andere als schädlich! Zudem kann der Körper auch selbst Cholesterin produzieren um daraus wichtige Baustoffe herstellen zu können. So enthält der menschliche Körper etwa 140g Cholesterin das aufgrund seiner Fettlöslichkeit hauptsächlich im Inneren der Zellen zu finden ist.

Aufgaben von Cholesterin im Körper – Der Baustoff:

Cholesterin wird neben Glycerol und Fettsäuren vor allem in die Zellmembranen eingebaut wo es gleichermaßen für Stbilität und Flexibilität sorgt. Aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften wird die Membran durchlässig für wasserunlösliche Stoffe, wie z. B. Geschlechtshormone oder an Fette gekoppelte Eiweise, die sogen. Lipoproteine. In den Nervenzellenumschließt Cholesterin als eine Art Isolierschicht die Nervenbahnen um dort “Kurzschlüsse” zu vermeiden.

Aufgaben von Cholesterin im Körper – Die Verdauung:

Obgleich in der Ernährung oft abgelehnt, spielt Cholesterin in der Verdauung des Menschen eine sehr zentrale Rolle. Es wird in der Leber verarbeitet und in Form von Gallensäure in die Gallenflüssigkeit abgegeben, die zudem weitere Abbauprodukte des Leberstoffwechsels enthält. Diese sogen. Galle wiederum gelangt bei der Verdauung portiosweise in den Dünndarm / Zwölffingerdarm, wo die aus dem Cholesterin gebildeten Gallensäuren ihr Fett – lösende Eigenschaft zeigen, indem sie die mit der Nahrung aufgenommenen Fette in kleine Tröpfchen aufspalten. So kann das Fett leichter von Enzymen des Pankreas aufgespalten und übder den Darm aufgenommen, defundiert, werden.

Aufgaben von Cholesterin im Körper – Die Hormone:

Für die Bildung von Hormonen wird das Grundgerüst des Cholesterins durch Enzyme etwas verändert. Die neue, veränderte Form erhält verschiedene Anhänge und wird auf diese Weise in die Geschlechtshormone (Testosteron, Östrogen, Progesetron) sowie dei Nebennierenhormone (Cortisol und Aldosetron ) umgebaut.

Eine besonders wichtige Aufgabe übernimmt das Cholesterin bei der Vitamin D-Synthese des Körpers. Vitamin D ist maßgeblich am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt da es den Kalziumeinbau in diese Gewebe fördert. Während der eigenen Cholesterinherstellung entsteht ein Zwischenprodukt das als Provitamin beezeichnet wird und in die Haut wandert. Dort wird schließlich mit Hilfe von Enzymen aus dem Provitamin unter Einwirkung des UV-Lichts der Sonne das Vitamin D gebildet.

Aus den hier aufgeführten Beispielen lässt sich erkennen, dass Cholesterin nicht grundsätzlich schlecht ist! Sogar das Gegenteilscheint der Fall zu sein, da eine Vielzahl von Stoffwechselvorgängen ohne das “schlechte” Cholesetrin gar nicht möglich wären.

Daher kann ich jedem Patienten mit einem zu hohen Cholsetrinwert (LDL) nur dringend dazu raten die Einnahme von Cholesetrinsenkern (Statine) genau abzuwägen und diese möglichweise zu meiden um stattdessen eine Senkung des LDL über eine angepasste Ernährung zu erreichen!