Wolken an einem schönen Tag

Heuschnupfen, oder was ist eigentlich Histamin?

Florian Fischer Gesundheit

Der Frühling ist da! Für alle Menschen eine große Freude! Endlich wieder draußen sitzen, in den Biergarten gehen, Grillen, Radeln, draußen sporteln und bei einer Tasse Kaffee die Wärme der Sonnenstrahlen genießen…herrlich!

So groß die Freude auf der einen Seite, genauso groß die Qual auf der anderen Seite! Die Rede ist von der Allergie! Genauer gesagt von der Allergie Typ 1 vom sogen. Sofort-Typ. Darunter fällt zu dieser Jahreszeit Heuschnupfen hervorgerufen durch Haselnuss, Birke und vielen anderen früh blühenden Bäumen und Sträuchern. Im späteren Frühling kommen dann noch die Gräser dazu….und die Augen jucken, tränen, brennen, die Nase läuft und in schweren Fällen kommt es zu Ausschlägen wie der Nesselsucht, Hautjucken und einer starken Schwellung der Schleimhäute! Verantwortlich dafür ist unser eigenes Immunsystem und ein geheimnisvolles Hormon: Histamin!
Doch was genau ist eigentlich Histamin, welche aufgaben hat es, wozu ist es nützlich und was kann ich eigentlich tun wenn ich unter Heuschnupfen leide?

Histamin ist ein Naturstoff der im menschlichen und tierischem Organismus als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt, aber auch in Pflanzen und in Bakterien weit verbreitet ist. Bei Menschen und bei Säugetieren spielt Histamin eine entscheidende Rolle bei der allergischen Reaktion und ist an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt. Es dient als Botenstoff in der Entzündungsreaktion um die typische Schwellung des Gewebes zu bewirken.
Doch Histamin kann viel mehr! Histamin spielt auch eine zentrale Rolle im Magen-Darm Trakt bezüglich der Produktion von Magensäure sowie der Motilität und hat Einfluss auf die Steuerung im Schlaf-Wach-Rhythmus im zentralen Nervensystem. Darüber hinaus wirkt Histamin als Regulator in der Appetitkontrolle. Biochemisch betrachtet gehört Histamin zu den sogen. biogenen Aminen, zu denen auch sehr bekannte Vertreter wie Serotonin, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, Tyramin oder Octopamin gehören. Die Entstehung von Histamin im Körper geschieht durch die Abspaltung von Kohlendioxid aus der Aminosäure Histidin. Das daraus entstandene Histamin wird in Mastzellen, den basophilen Granulozyten und in Nervenzellen gespeichert.

Histamin kann aber auch außerhalb des menschlichen Organismus entstehen, nämlich bei der Herstellung von Lebensmitteln. Patienten mit Histaminintoleranz wissen genau wo viel Histamin drin steckt und welche Produkte sie deshalb besser meiden sollten. Hierzu zählen vor allem Rotwein, Salami, Käse (um so älter desto mehr Histamin), Sauerkraut und weitere Produkte, die durch fermentative Reifung gewonnen werden.

Nachdem wir nun wissen, dass Histamin eine ganze Reihe von sehr unangenehmen Reaktionen im menschlichen Körper hervorrufen kann, stellt sich dem Betroffenen natürlich die Frage was kann ich tun, damit entweder nicht mehr so viel Histamin produziert wird, oder wie kann ich den Abbau von Histamin beschleunigen?
Ob es ratsam ist längerfristig Medikamente einzunehmen, die die Produktion von Histamin hemmen, ist hinsichtlich des großen Aufgabengebietes von Histamin eine gesundheitliche wie auch philosophische Frage. Aus meiner Sicht ist die kurzzeitige Einnahme solcher Präparate, in schweren Fällen, ohne jegliche Bedenken. Zu diesen Medikamenten zählen Mediatorhemmer, sogen. Rezeptorantagonisten, Synthesehemmer und Antihistimainika, sogen. Histaminrezeptorantagonsiten. In der Apotheke findet man mit dieser Wirkungnsweise eine ganze Reihe von hochwirksamen Präparaten.
Besser geeignet, im Sinne von gesünder für den Organismus, sind meiner Meinung nach Medikamente die den Abbau von Histamin beschleunigen. Sie sind gänzlich ohne Nebenwirkungen und greifen nicht in den aktiven Organismus ein. Hierzu zählen sogen. DAO Enzyme (Diaminoxidase) die im gleichnamigen Präparat DAOzym erhältlich sind. Aber auch Vitamin C (Ascorbinsäure) kann den Abbau von Histamin beschleunigen so wie eine Vielzahl weiterer Vitamine und Spurenelemente!
Diese Enzyme, Vitamine und Spurenelemente können bereits lang vor dem eigentlichen Pollenflug eingenommen werden und wirken in dieser Phase präventiv. Kommt es dann im Frühling zum Kontakt mit den ersten Pollen, ist die Wirkung dannmit großer Wahrscheinlichkeit deutlich vermindert!

Und jetzt raus und die Frühlingssonne genießen!

Euer Florian Fischer